Tabaré Vázquez ist neuer Präsident von Uruguay!:
Somit wird ab März ein sozialistischer Arzt an der Spitze des an Argentinien grenzenden Landes stehen, erstmals seit der Unabhängigkeit 1825 ein Linker. Erstmals seit 1966 kann der Präsident sich auch auf eine parlamentarische Mehrheit stützen.
In den Straßen von Montevideo feiern die Anhänger der Frente Amplio ihren Sieg.
Die FA wurde 1971 von Sozialisten, Kommunisten, Christdemokraten, Unabhängigen und von den etablierten Parteien Enttäuschten gegründet. Sie stellte damit eine politische Alternative zur gescheiterten Guerrillabewegung der 60er Jahre dar. Zahlreiche ehemalige Angehörige der Guerrillaorganisation Tupamaros gehören heute dem Bündnis an.
Heute entspricht die politische Linie der FA Beobachtern zufolge eher einer links-sozialdemokratischen Orientierung. Die radikalen Teile des Bündnisses konnten sich vor der Wahl mit ihrer Forderung nach einer direkten Gegnerschaft zur Amerikanischen Freihandelszone ALCA ebensowenig durchsetzen wie mit einem Boykott der Schuldenrückzahlung.
Außenpolitisch dürfte der Sieg der FA die Zusammenarbeit der südamerikanischen Staaten stärken. Bislang war die rechte Regierung Uruguays eines der wichtigsten Hindernisse für ein stärkeres Gewicht von Argentinien, Brasilien und Venezuela gegenüber den USA.
Quelle: Radio Nacional de Venezuela–Zusammenfassung: RedGlobe
Erstmals in der Geschichte des südamerikanischen Landes konnte die Linke in Uruguay am Sonntag eine nationale Wahl für sich entscheiden.
Bereits im ersten Wahlgang erreichte der Kandidat des Bündnisses Fortschrittliche Übereinkunft–Breite Front–Neue Mehrheit (EP-FA-NM), Tabaré Vázquez, mit mindestens 51 Prozent die notwendige absolute Mehrheit. Die Nationale Partei (PN) erreichte 30 Prozent, während die Colorado-Partei auf 10 Prozent kam. Die beiden unterlegenen Parteien hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Präsidentschaft abgewechselt.Somit wird ab März ein sozialistischer Arzt an der Spitze des an Argentinien grenzenden Landes stehen, erstmals seit der Unabhängigkeit 1825 ein Linker. Erstmals seit 1966 kann der Präsident sich auch auf eine parlamentarische Mehrheit stützen.
In den Straßen von Montevideo feiern die Anhänger der Frente Amplio ihren Sieg.
Die FA wurde 1971 von Sozialisten, Kommunisten, Christdemokraten, Unabhängigen und von den etablierten Parteien Enttäuschten gegründet. Sie stellte damit eine politische Alternative zur gescheiterten Guerrillabewegung der 60er Jahre dar. Zahlreiche ehemalige Angehörige der Guerrillaorganisation Tupamaros gehören heute dem Bündnis an.
Heute entspricht die politische Linie der FA Beobachtern zufolge eher einer links-sozialdemokratischen Orientierung. Die radikalen Teile des Bündnisses konnten sich vor der Wahl mit ihrer Forderung nach einer direkten Gegnerschaft zur Amerikanischen Freihandelszone ALCA ebensowenig durchsetzen wie mit einem Boykott der Schuldenrückzahlung.
Außenpolitisch dürfte der Sieg der FA die Zusammenarbeit der südamerikanischen Staaten stärken. Bislang war die rechte Regierung Uruguays eines der wichtigsten Hindernisse für ein stärkeres Gewicht von Argentinien, Brasilien und Venezuela gegenüber den USA.
Quelle: Radio Nacional de Venezuela–Zusammenfassung: RedGlobe
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