Die neue Weltordnung:
In einer packenden Analyse entwickeln sie den Gedanken der Vielheit der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft sucht. „Die Autoren wollen nichts weniger als Marx‘ Erzählung der Weltgeschichte fortsetzen und auf den neuesten Stand … bringen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass es auch einen überzeugten Nichtmarxisten … erfreut, zumal der Versuch handwerklich hervorragend gearbeitet ist.“ (Gerd Roellecke, Frankfurter Allgemeine.)
Der Verlag über das Buch
Empire – Die neue Weltordnung im globalen Kapitalismus. Der Theorie-Bestseller erscheint endlich auf deutsch
Empire, die fundamentale Gegenwartsanalyse von Michael Hardt und Antonio Negri erschien 2000 bei Harvard University Press und erregte international Aufsehen und große Beachtung. The „next big theory“ jubelte die New York Times, die „theoretische Stimme der Globalisierungsgegner“ urteilte die Frankfurter Rundschau, „Pflichtlektüre der Linken“ meinte die Neue Zürcher Zeitung. Der Philosoph Slavoj Zizek bezeichnete das Werk als „Kommunistisches Manifest unserer Zeit“, der amerikanische Marxist Frederic Jameson hält es für „die erste große theoretische Synthese des neuen Milleniums“ und die FAZ sieht „die Globalisierungsdiskussion auf eine neue Stufe gehoben.“
Mit dem Begriff Empire beschreiben Michael Hardt und Antonio Negri eine ökonomisch, kommunikativ und politisch vernetzte globale Ordnung ohne Grenzen und Zentrum – die Globalisierung kennt kein „Außen“. Die Phase des Imperialismus und der Nationalstaaten ist zu Ende, denn der Imperialismus ist als Herrschaft der kapitalistischen Staaten über ihre Außenwelt auf klare Grenzen angewiesen. Im Zeitalter der Globalisierung kann der Kapitalismus nicht weiter expandieren, weil es keine Außenwelt mehr gibt:
Macht und Herrschaft sind innerhalb der neuen Weltordnung räumlich entgrenzt. Die Autoren haben ihr nicht umsonst den alten Namen „Reich“, „Empire“ gegeben. Ein Reich ist definiert durch unklare Grenzen und durch den Einschluss mehrerer Völker und Stämme. Die Autoren diagnostizieren für die Gegenwart eine ähnliche Struktur: Empire ist ein weltumspannendes dezentralisiertes Netzwerk aus Institutionen, Medienkonzernen, informellen Organisationen – und nicht zuletzt den Arbeitern und Unterdrückten.
Wenn der Begriff Empire für eine neue globale Form der Herrschaft steht, deren Logik nicht nationalstaatlichem Größenwahn folgt, stellt sich die Frage, auf welche Weise Macht im Empire ausgeübt wird. Die Antwort führt zum zweiten großen Schlüsselbegriff der Theorie: Biopower. Hardts und Negris Konzept der Biopolitik und Biomacht ist an Foucault und Deleuze angelehnt. Macht tritt den Beherrschten im Empire nicht nur als etwas Externes (Verwaltung, Polizei, Armee etc.) entgegen, sondern wird in den Körpern, Gehirnen, Seelen und Affekten der Menschen selbst produziert. Die weltweite Verinnerlichung von Herrschafts- und Machtlogiken garantiert so auf fatale Weise die soziale Kontrolle der Subjekte im Empire.
Doch das allumfassende biopolitisch kontrollierte Machtgebilde ist nicht unverwundbar. Da alle Organisationen im Begriff sind, sich von Hierarchien zu dezentralisierten Netzwerken zu wandeln, kann man das Netz auch an jeder Stelle kappen, erläutern die Autoren optimistisch und selbstbewusst.
Insofern ist Empire ein Buch, das die Globalisierung nicht als Menetekel an die Wand malt, sondern als ein neues Kapitel der Weltgeschichte begreift, in dem die Vielen durchaus eine Chance haben, nicht als Verlierer dazustehen. So verorten die Autoren in den neuen Arbeitswelten, wo intellektuelles Wissen und die Hoffnung auf Veränderung zusammenfließen können, eine Art neues „Proletariat“. Von dort aus entwickeln Hardt und Negri den Gedanken der Vielheit („multitude“) der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft und besseren Welt sucht.
Klappentext
Was Hardt und Negri hier vorlegen, ist nichts weniger als ein „Kommunistisches Manifest“ für unsere Zeit: Empire legt schlüssig dar, wie der globale Kapitalismus Widersprüche generiert, die schließlich zu seinem Ende führen. Slavoj Zizek
Über den Autor
Michael Hardt ist Professor für Literaturwissenschaft an der Duke University Durham, NC; Antonio Negri war Professor für Philosophie in Padua und Paris und Abgeordneter im italienischen Parlament. Er ist seit den sechziger Jahren einer der führenden Theoretiker der italienischen Linken und lebt heute in Rom.
Empire ist eine politische Diagnose des postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung. Die Phase des Imperialismus ist zu Ende, abgelöst wurde er vom „Empire“, einem Weltreich ohne Zentrum und mit umfassendem Herrschaftsanspruch, das in seinem rastlosen Drang nach Ausdehnung jeden nationalstaatlichen Rahmen sprengt. Zugleich ist es ein Reich vollendeter Totalität, in dem es keinen moralischen oder kritischen Standpunkt von „außen“ mehr gibt.
Es verfügt über eine biopolitische Maschinerie, die jeden Einzelnen kontrolliert. In den Arbeitsformen der „New Economy“, wo intellektuelles Wissen und die Hoffnung auf eine bessere Welt zusammenfließen können, verorten die Autoren ein neues „Proletariat“.In einer packenden Analyse entwickeln sie den Gedanken der Vielheit der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft sucht. „Die Autoren wollen nichts weniger als Marx‘ Erzählung der Weltgeschichte fortsetzen und auf den neuesten Stand … bringen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass es auch einen überzeugten Nichtmarxisten … erfreut, zumal der Versuch handwerklich hervorragend gearbeitet ist.“ (Gerd Roellecke, Frankfurter Allgemeine.)
Der Verlag über das Buch
Empire – Die neue Weltordnung im globalen Kapitalismus. Der Theorie-Bestseller erscheint endlich auf deutsch
Empire, die fundamentale Gegenwartsanalyse von Michael Hardt und Antonio Negri erschien 2000 bei Harvard University Press und erregte international Aufsehen und große Beachtung. The „next big theory“ jubelte die New York Times, die „theoretische Stimme der Globalisierungsgegner“ urteilte die Frankfurter Rundschau, „Pflichtlektüre der Linken“ meinte die Neue Zürcher Zeitung. Der Philosoph Slavoj Zizek bezeichnete das Werk als „Kommunistisches Manifest unserer Zeit“, der amerikanische Marxist Frederic Jameson hält es für „die erste große theoretische Synthese des neuen Milleniums“ und die FAZ sieht „die Globalisierungsdiskussion auf eine neue Stufe gehoben.“
Mit dem Begriff Empire beschreiben Michael Hardt und Antonio Negri eine ökonomisch, kommunikativ und politisch vernetzte globale Ordnung ohne Grenzen und Zentrum – die Globalisierung kennt kein „Außen“. Die Phase des Imperialismus und der Nationalstaaten ist zu Ende, denn der Imperialismus ist als Herrschaft der kapitalistischen Staaten über ihre Außenwelt auf klare Grenzen angewiesen. Im Zeitalter der Globalisierung kann der Kapitalismus nicht weiter expandieren, weil es keine Außenwelt mehr gibt:
Macht und Herrschaft sind innerhalb der neuen Weltordnung räumlich entgrenzt. Die Autoren haben ihr nicht umsonst den alten Namen „Reich“, „Empire“ gegeben. Ein Reich ist definiert durch unklare Grenzen und durch den Einschluss mehrerer Völker und Stämme. Die Autoren diagnostizieren für die Gegenwart eine ähnliche Struktur: Empire ist ein weltumspannendes dezentralisiertes Netzwerk aus Institutionen, Medienkonzernen, informellen Organisationen – und nicht zuletzt den Arbeitern und Unterdrückten.
Wenn der Begriff Empire für eine neue globale Form der Herrschaft steht, deren Logik nicht nationalstaatlichem Größenwahn folgt, stellt sich die Frage, auf welche Weise Macht im Empire ausgeübt wird. Die Antwort führt zum zweiten großen Schlüsselbegriff der Theorie: Biopower. Hardts und Negris Konzept der Biopolitik und Biomacht ist an Foucault und Deleuze angelehnt. Macht tritt den Beherrschten im Empire nicht nur als etwas Externes (Verwaltung, Polizei, Armee etc.) entgegen, sondern wird in den Körpern, Gehirnen, Seelen und Affekten der Menschen selbst produziert. Die weltweite Verinnerlichung von Herrschafts- und Machtlogiken garantiert so auf fatale Weise die soziale Kontrolle der Subjekte im Empire.
Doch das allumfassende biopolitisch kontrollierte Machtgebilde ist nicht unverwundbar. Da alle Organisationen im Begriff sind, sich von Hierarchien zu dezentralisierten Netzwerken zu wandeln, kann man das Netz auch an jeder Stelle kappen, erläutern die Autoren optimistisch und selbstbewusst.
Insofern ist Empire ein Buch, das die Globalisierung nicht als Menetekel an die Wand malt, sondern als ein neues Kapitel der Weltgeschichte begreift, in dem die Vielen durchaus eine Chance haben, nicht als Verlierer dazustehen. So verorten die Autoren in den neuen Arbeitswelten, wo intellektuelles Wissen und die Hoffnung auf Veränderung zusammenfließen können, eine Art neues „Proletariat“. Von dort aus entwickeln Hardt und Negri den Gedanken der Vielheit („multitude“) der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft und besseren Welt sucht.
Klappentext
Was Hardt und Negri hier vorlegen, ist nichts weniger als ein „Kommunistisches Manifest“ für unsere Zeit: Empire legt schlüssig dar, wie der globale Kapitalismus Widersprüche generiert, die schließlich zu seinem Ende führen. Slavoj Zizek
Über den Autor
Michael Hardt ist Professor für Literaturwissenschaft an der Duke University Durham, NC; Antonio Negri war Professor für Philosophie in Padua und Paris und Abgeordneter im italienischen Parlament. Er ist seit den sechziger Jahren einer der führenden Theoretiker der italienischen Linken und lebt heute in Rom.
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