Nachbereitungspapier zur Demo "Deutsche Realitäten angreifen" in Algermissen.:
Nach der Demo ist vor der Demo!
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Unter dem Motto: "Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus bekämpfen!" demonstrierten am 16.11.2002 fast 500, überwiegend dem Autonomen- und Antifa- Spektrum zugehörige, Menschen im vermeintlich "weltoffenen und toleranten" Algermissen bei Hildesheim.
Erklärtes Ziel der überregionalen antirassistischen Demonstration war es, den Rassismus als festen und gewollten Bestandteil des kapitalistischen Verwertungssystems aufzuzeigen. In Algermissen, einem "ganz normalen" Dorf in Niedersachsen, fand der rassistische Normalzustand dieser Gesellschaft seinen
traurigen Höhepunkt in den zwei Tage andauernden pogromartigen Ausschreitungen eines etwas 50-köpfigen Bürgermobs gegen die in einem örtlichen Flüchtlingswohnheim lebenden MigrantInnen.
Während ein Teil der Dorfjugend am Straßenrand provozierte, einige
AnwohnerInnen sich beim Verlesen des Gedächnisprotokoll der Überfälle vor dem Schlichthaus sogar widerwärtig belustigten und vereinzelt DorfbewohnerInnen das Demo-Spektakel mit der Kamera festhielten, verschloss der überwiegende Teil der algermissener Bevölkerung ebenso wie am 31.08. und 01.09.2002 die Augen vor
dem Treiben des faschistischen und rassistischen Mobs–an dem sie zum Teil sogar selbst aktiv beteiligt war- und demonstrierte auch am 16.11.2002 als stumme Maske hinter dunklen Fenstern und Gartenzäunen Geschlossenheit. Dies war sicherlich auch ein Ausdruck der im Vorfeld stattgefundenen Hetzkampagne einiger Pfaffen und Politiker des Dorfes gegen die Demonstration.
Angesichts der im Vorfeld zu dieser Demonstration erfolgten starken
Polarisierung innerhalb der linksradikalen, fast schon marginalisierten "Szene" in Hannover, der parallel stattfindenden Bambule-Demonstration in Hamburg, sowie der Tatsache, daß Antifas anlässlich des geplanten "Heldengedenkens" der Nazis, "in Halbe auf´s Ganze gehen" wollten, kann die Demonstration durchaus als Erfolg gewertet werden.
[Kein Anfang vom Ende oder "Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage" ]
Der Gemeindedirektor Fred Faupel, der u. a. öffentlich behauptete, " die
Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen", äußerte sich im Anschluss an die Demonstration wie folgt: "Damit ist das Thema beerdigt."
Nicht nur um diesem etwas entgegenzusetzen, sondern vornehmlich aus dem Beweggrund heraus, positiven Einfluss auf die politische Meinungsbildung in Algermissen zu nehmen, plant die Antifaschistische Aktion Hannover perspektivisch eine Podiumsdiskussion zum Thema Rassismus vor Ort durchzuführen.
Als Podiumsgäste sind sowohl ReferentInnen der örtlichen Politik und des kommunalen Präventionsrates, sofern dieser bereits Bestand hat, sowie VertreterInnen de Niedersächsischen Flüchtlingsrates, der Antifaschistischen Aktion Hannover und des VVN/BdA angedacht.
Der Sinn einer Podiumsdiskussion liegt einerseits darin begründet, der
Gesellschaft ihren Spiegel vorzuhalten und zielt andererseits darauf ab, den Aufbau antifaschistischer Strukturen zu fördern.
Des weiteren fordern wir die Algermissener dazu auf, konkrete antirassistische Handlungsstrategien aus ihrem Bekenntnis zur Weltoffenheit und Toleranz abzuleiten. Antifaschistische Initiativen werden von uns unterstützt und gefördert!
Von daher: Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus bekämpfen!
Antifaschistische Aktion Hannover [ AAH ]
Unter dem Motto: "Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus bekämpfen!" demonstrierten am 16.11.2002 fast 500, überwiegend dem Autonomen- und Antifa- Spektrum zugehörige, Menschen im vermeintlich "weltoffenen und toleranten" Algermissen bei Hildesheim....
Nachbereitungspapier der Antifaschistischen Aktion HannoverNach der Demo ist vor der Demo!
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Unter dem Motto: "Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus bekämpfen!" demonstrierten am 16.11.2002 fast 500, überwiegend dem Autonomen- und Antifa- Spektrum zugehörige, Menschen im vermeintlich "weltoffenen und toleranten" Algermissen bei Hildesheim.
Erklärtes Ziel der überregionalen antirassistischen Demonstration war es, den Rassismus als festen und gewollten Bestandteil des kapitalistischen Verwertungssystems aufzuzeigen. In Algermissen, einem "ganz normalen" Dorf in Niedersachsen, fand der rassistische Normalzustand dieser Gesellschaft seinen
traurigen Höhepunkt in den zwei Tage andauernden pogromartigen Ausschreitungen eines etwas 50-köpfigen Bürgermobs gegen die in einem örtlichen Flüchtlingswohnheim lebenden MigrantInnen.
Während ein Teil der Dorfjugend am Straßenrand provozierte, einige
AnwohnerInnen sich beim Verlesen des Gedächnisprotokoll der Überfälle vor dem Schlichthaus sogar widerwärtig belustigten und vereinzelt DorfbewohnerInnen das Demo-Spektakel mit der Kamera festhielten, verschloss der überwiegende Teil der algermissener Bevölkerung ebenso wie am 31.08. und 01.09.2002 die Augen vor
dem Treiben des faschistischen und rassistischen Mobs–an dem sie zum Teil sogar selbst aktiv beteiligt war- und demonstrierte auch am 16.11.2002 als stumme Maske hinter dunklen Fenstern und Gartenzäunen Geschlossenheit. Dies war sicherlich auch ein Ausdruck der im Vorfeld stattgefundenen Hetzkampagne einiger Pfaffen und Politiker des Dorfes gegen die Demonstration.
Angesichts der im Vorfeld zu dieser Demonstration erfolgten starken
Polarisierung innerhalb der linksradikalen, fast schon marginalisierten "Szene" in Hannover, der parallel stattfindenden Bambule-Demonstration in Hamburg, sowie der Tatsache, daß Antifas anlässlich des geplanten "Heldengedenkens" der Nazis, "in Halbe auf´s Ganze gehen" wollten, kann die Demonstration durchaus als Erfolg gewertet werden.
[Kein Anfang vom Ende oder "Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage" ]
Der Gemeindedirektor Fred Faupel, der u. a. öffentlich behauptete, " die
Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen", äußerte sich im Anschluss an die Demonstration wie folgt: "Damit ist das Thema beerdigt."
Nicht nur um diesem etwas entgegenzusetzen, sondern vornehmlich aus dem Beweggrund heraus, positiven Einfluss auf die politische Meinungsbildung in Algermissen zu nehmen, plant die Antifaschistische Aktion Hannover perspektivisch eine Podiumsdiskussion zum Thema Rassismus vor Ort durchzuführen.
Als Podiumsgäste sind sowohl ReferentInnen der örtlichen Politik und des kommunalen Präventionsrates, sofern dieser bereits Bestand hat, sowie VertreterInnen de Niedersächsischen Flüchtlingsrates, der Antifaschistischen Aktion Hannover und des VVN/BdA angedacht.
Der Sinn einer Podiumsdiskussion liegt einerseits darin begründet, der
Gesellschaft ihren Spiegel vorzuhalten und zielt andererseits darauf ab, den Aufbau antifaschistischer Strukturen zu fördern.
Des weiteren fordern wir die Algermissener dazu auf, konkrete antirassistische Handlungsstrategien aus ihrem Bekenntnis zur Weltoffenheit und Toleranz abzuleiten. Antifaschistische Initiativen werden von uns unterstützt und gefördert!
Von daher: Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus bekämpfen!
Antifaschistische Aktion Hannover [ AAH ]
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