Für eine faire Berichterstattung über die Ereignisse in Venezuela! Keine Unterstützung für die Putschisten!:
Die von einer Volksabstimmung erst vor wenigen Jahren bestätigte Verfassung sieht Regularien für eine vorzeitige Beendigung einer Regierung vor. Der Opposition steht ab kommenden Sommer der Weg für eine Ablösung der Regierung durch ein Referendum offen. Dieser Weg wird von der Opposition aber abgelehnt, sie fordert verfassungswidrig sofortige Neuwahlen.
Zur Verschärfung der innenpolitischen Situation des Landes trägt auch das Fehlen einer demokratischen öffentlichen Kontrolle über die Mehrzahl der Massenmedien bei.
Fast alle Fernseh- und Rundfunksender sowie Tageszeitungen Venezuelas gehören verschiedenen Großkonzernen und dienen offen als Sprachrohr der rechten Opposition. Die Regierung kann sich lediglich auf einen staatlichen Fernseh- und einen Rundfunksender stützen, deren Empfang darüber hinaus in von der Opposition regierten Provinzen teilweise behindert oder unterbunden wird. Die Volksorganisationen haben praktisch keinen ungehinderten Zugang zu den Massenmedien.
Während uns diese Situation mit Sorge erfüllt, empört uns die tendenziöse und oftmals wahrheitswidrige Berichterstattung über die Entwicklungen in Venezuela, wie sie in zahlreichen deutschen und europäischen Medien betrieben wird. Diverse Fernsehstationen übernehmen immer wieder kritiklos Berichte von Journalisten der von der Opposition kontrollierten Privatmedien Venezuelas. Umfangreiche Artikel in sich selbst als seriös empfindenden deutschen Tageszeitungen berichten in einer Weise über die Situation des Landes und stellen die Regierung von Präsident Chávez in einer Weise dar, daß wir uns an die Zeiten des Kalten Krieges erinnert fühlen. Dabei werden nicht einmal Mindestnormen journalistischer Sorgfalt beachtet, viele dieser Artikel strotzen vor sachlichen Fehlern.
Wir fordern deshalb unsere Kolleginnen und Kollegen in allen Redaktionen auf, die wahrheitswidrige und tendenziöse Berichterstattung über Venezuela einzustellen und zur Erfüllung ihrer Informationspflicht zurückzukehren. Alles andere wäre bewußt oder unbewußt die Unterstützung der Vorbereitung eines Staatsstreiches bzw. einer ausländischen Intervention gegen die demokratisch gewählte Regierung Venezuelas.
Wir fordern eine Beendigung der internationalen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas und ein Ende der Drohungen mit einer ausländischen Intervention durch die Organisation Amerikanischer Staaten oder einzelne ihrer Mitglieder.
Bisherige UnterstützerInnen:
CultureGlobe, Redaktion – Deymann, Detlef, Redakteur
Unsere Zeit (UZ) – Eschke, Prof. Dr. Hans-Günter,
Angelika-Lenz-Verlag – Friedrich, Michael, Redakteur
Unsere Zeit (UZ) – Gärtner, Birgit, Journalistin – Geisler,
Lothar, Neue Impulse Verlag – Hartmann, Klaus,
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes –
Idler, Manfred, Redakteur Unsere Zeit (UZ) – Jünke,
Christoph, Leitender Redakteur der Sozialistischen Zeitung
(SoZ) – Kalaschnikow, Redaktion – Offensiv, Redaktion –
Opperskalski, Michael, Redakteur der geheimdienstkritischen
Zeitschrift „Geheim‰ – Perspektive unabhängige
Kommunikation e.V. – Placerouge Web e.V. – Priemer,
Rolf, Chefredakteur Unsere Zeit – Richter, Wera,
Redakteurin Unsere Zeit (UZ) – Rotfuchs, Regionalgruppe
Hamburg – Schansker, Egon, www.nicht-konform.com –
Scheer, André, Freier Journalist – Scheer, Uwe, DFV-
Rundbrief – Schuch, W., Radio Unerhört Marburg – Timm,
Martin, Freier Journalist – www.puk.de Online Magazin für
Politik und Kultur, Redaktion – RedGlobe.info, Redaktion –
Spoo, Eckart, Herausgeber Ossietzky – Strohschein, Dr.
Hartwig, Webmaster Rotfuchs.net – Teuber, Wolfgang,
Redakteur Unsere Zeit (UZ) – UZ – Unsere Zeit, Redaktion –
Was lefft – Zeitung aus Erlangen, Redaktion
Stand: 19. Januar 2003
<strong>Aufruf von Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland</strong>
Die innenpolitische Situation in Venezuela bringt zunehmend die Demokratie in diesem südamerikanischen Land in Gefahr. Eine Eskalation des Konflikts oder gar ein von Teilen der Opposition angestrebter Militärputsch hätte dramatische Auswirkungen nicht nur auf die Situation im Land, sondern in der gesamten lateinamerikanischen Hemisphäre.
Die von einer Volksabstimmung erst vor wenigen Jahren bestätigte Verfassung sieht Regularien für eine vorzeitige Beendigung einer Regierung vor. Der Opposition steht ab kommenden Sommer der Weg für eine Ablösung der Regierung durch ein Referendum offen. Dieser Weg wird von der Opposition aber abgelehnt, sie fordert verfassungswidrig sofortige Neuwahlen.
Zur Verschärfung der innenpolitischen Situation des Landes trägt auch das Fehlen einer demokratischen öffentlichen Kontrolle über die Mehrzahl der Massenmedien bei.
Fast alle Fernseh- und Rundfunksender sowie Tageszeitungen Venezuelas gehören verschiedenen Großkonzernen und dienen offen als Sprachrohr der rechten Opposition. Die Regierung kann sich lediglich auf einen staatlichen Fernseh- und einen Rundfunksender stützen, deren Empfang darüber hinaus in von der Opposition regierten Provinzen teilweise behindert oder unterbunden wird. Die Volksorganisationen haben praktisch keinen ungehinderten Zugang zu den Massenmedien.
Während uns diese Situation mit Sorge erfüllt, empört uns die tendenziöse und oftmals wahrheitswidrige Berichterstattung über die Entwicklungen in Venezuela, wie sie in zahlreichen deutschen und europäischen Medien betrieben wird. Diverse Fernsehstationen übernehmen immer wieder kritiklos Berichte von Journalisten der von der Opposition kontrollierten Privatmedien Venezuelas. Umfangreiche Artikel in sich selbst als seriös empfindenden deutschen Tageszeitungen berichten in einer Weise über die Situation des Landes und stellen die Regierung von Präsident Chávez in einer Weise dar, daß wir uns an die Zeiten des Kalten Krieges erinnert fühlen. Dabei werden nicht einmal Mindestnormen journalistischer Sorgfalt beachtet, viele dieser Artikel strotzen vor sachlichen Fehlern.
Wir fordern deshalb unsere Kolleginnen und Kollegen in allen Redaktionen auf, die wahrheitswidrige und tendenziöse Berichterstattung über Venezuela einzustellen und zur Erfüllung ihrer Informationspflicht zurückzukehren. Alles andere wäre bewußt oder unbewußt die Unterstützung der Vorbereitung eines Staatsstreiches bzw. einer ausländischen Intervention gegen die demokratisch gewählte Regierung Venezuelas.
Wir fordern eine Beendigung der internationalen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas und ein Ende der Drohungen mit einer ausländischen Intervention durch die Organisation Amerikanischer Staaten oder einzelne ihrer Mitglieder.
Bisherige UnterstützerInnen:
CultureGlobe, Redaktion – Deymann, Detlef, Redakteur
Unsere Zeit (UZ) – Eschke, Prof. Dr. Hans-Günter,
Angelika-Lenz-Verlag – Friedrich, Michael, Redakteur
Unsere Zeit (UZ) – Gärtner, Birgit, Journalistin – Geisler,
Lothar, Neue Impulse Verlag – Hartmann, Klaus,
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes –
Idler, Manfred, Redakteur Unsere Zeit (UZ) – Jünke,
Christoph, Leitender Redakteur der Sozialistischen Zeitung
(SoZ) – Kalaschnikow, Redaktion – Offensiv, Redaktion –
Opperskalski, Michael, Redakteur der geheimdienstkritischen
Zeitschrift „Geheim‰ – Perspektive unabhängige
Kommunikation e.V. – Placerouge Web e.V. – Priemer,
Rolf, Chefredakteur Unsere Zeit – Richter, Wera,
Redakteurin Unsere Zeit (UZ) – Rotfuchs, Regionalgruppe
Hamburg – Schansker, Egon, www.nicht-konform.com –
Scheer, André, Freier Journalist – Scheer, Uwe, DFV-
Rundbrief – Schuch, W., Radio Unerhört Marburg – Timm,
Martin, Freier Journalist – www.puk.de Online Magazin für
Politik und Kultur, Redaktion – RedGlobe.info, Redaktion –
Spoo, Eckart, Herausgeber Ossietzky – Strohschein, Dr.
Hartwig, Webmaster Rotfuchs.net – Teuber, Wolfgang,
Redakteur Unsere Zeit (UZ) – UZ – Unsere Zeit, Redaktion –
Was lefft – Zeitung aus Erlangen, Redaktion
Stand: 19. Januar 2003
| < Zurück | Weiter > |
|---|












