Nach mehr als 70 Toten - Boliviens Präsident ist zurückgetreten!:
Ursprünglich war für 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr MEZ) eine Rede des Noch-Präsidenten vor dem Parlament angekündigt worden. Aufgrund der Tatsache, daß zahlreiche Parlamentarier nicht durch die unzähligen Straßensperren zum Parlamentsgebäude gelangen konnten, wurde der Beginn der Sitzung dann auf 18 Uhr Ortszeit verschoben. Zur Stunde (3 Uhr MEZ) fehlt noch immer die offizielle Erklärung des Rücktritts durch die Regierung, aber alle bolivianischen Medien melden den Rücktritt bereits als Tatsache. "In Kürze" (bereits vor zwei Stunden hieß es: "in fünf Minuten") soll im Parlament der Rücktritt von Sánchez de Lozada verlesen und der bisherige Vizepräsident als neuer Regierungschef vereidigt werden.
"Wir haben eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg", erklärte Gewerkschaftsführer Oscar Olivera gegenüber Bolpress. Indymedia Bolivia weist darauf hin, daß der unbefristete Generalstreik und die Streikpostenketten nicht aufgehoben sind, sondern der Kampf "bis zum Schluß" weitergeführt wird. "Das Volk hat bereits begonnen, seine eigene Regierung der nationalen Einheit aufzubauen", heißt es auf der Startseite des alternativen Mediums.
Im Parlament haben sich die Abgeordneten versammelt und warten auf die angekündigte Ansprache des Ex-Präsidenten. Dabei sind sie praktisch Gefangene der aufständischen Massen, wie es Econoticias Bolivia formuliert. Der Informationsdienst erinnert daran, daß diese Abgeordneten bis vor kurzem Teil der Regierung gewesen sind, zwei Drittel des Parlaments vertreten neoliberale Positionen.
Vor den Toren des Parlaments sprach der Präsident des regionalen Gewerkschaftsverbandes COR, de la Cruz, zu den Demonstranten: "Es fehlt nur noch ein Haar des Gringo, um den Neoliberalismus zu besiegen, um den Imperialismus zu besiegen. Das ist der Sieg der Armen, der Arbeiter und der Bauern!"
Nach wie vor bewegt sich auf den Straßen der Hauptstadt La Paz kaum ein Fahrzeug, die Stadt und das Regierungsviertel El Alto sind in der Hand der Aufständischen. Der Rundfunksender erbol, dessen Programm von rund 100 Sendern aus Bolivien und anderen Ländern Lateinamerikas übernommen wird und der auf diesem Weg auch über Internet zu hören ist, berichtet pausenlos von den Schauplätzen der Demonstrationen, Streikposten und Blockaden. Erste Hungerstreikende haben bereits angekündigt, ihre Aktion zu beenden, sobald der Rücktritt von Sánchez de Lozada verlesen sein wird.
Quelle: Econoticias Bolivia, Bolpress, Indymedia Bolivia–Zusammenfassung: RedGlobe
Volksbewegung feiert den Sieg und versucht, die Flucht zu verhindern
"Das Volk hat bereits begonnen, seine eigene Regierung der nationalen Einheit aufzubauen", heißt es auf der Startseite des alternativen Mediums Indymedia Bolivien.
Ursprünglich war für 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr MEZ) eine Rede des Noch-Präsidenten vor dem Parlament angekündigt worden. Aufgrund der Tatsache, daß zahlreiche Parlamentarier nicht durch die unzähligen Straßensperren zum Parlamentsgebäude gelangen konnten, wurde der Beginn der Sitzung dann auf 18 Uhr Ortszeit verschoben. Zur Stunde (3 Uhr MEZ) fehlt noch immer die offizielle Erklärung des Rücktritts durch die Regierung, aber alle bolivianischen Medien melden den Rücktritt bereits als Tatsache. "In Kürze" (bereits vor zwei Stunden hieß es: "in fünf Minuten") soll im Parlament der Rücktritt von Sánchez de Lozada verlesen und der bisherige Vizepräsident als neuer Regierungschef vereidigt werden.
"Wir haben eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg", erklärte Gewerkschaftsführer Oscar Olivera gegenüber Bolpress. Indymedia Bolivia weist darauf hin, daß der unbefristete Generalstreik und die Streikpostenketten nicht aufgehoben sind, sondern der Kampf "bis zum Schluß" weitergeführt wird. "Das Volk hat bereits begonnen, seine eigene Regierung der nationalen Einheit aufzubauen", heißt es auf der Startseite des alternativen Mediums.
Im Parlament haben sich die Abgeordneten versammelt und warten auf die angekündigte Ansprache des Ex-Präsidenten. Dabei sind sie praktisch Gefangene der aufständischen Massen, wie es Econoticias Bolivia formuliert. Der Informationsdienst erinnert daran, daß diese Abgeordneten bis vor kurzem Teil der Regierung gewesen sind, zwei Drittel des Parlaments vertreten neoliberale Positionen.
Vor den Toren des Parlaments sprach der Präsident des regionalen Gewerkschaftsverbandes COR, de la Cruz, zu den Demonstranten: "Es fehlt nur noch ein Haar des Gringo, um den Neoliberalismus zu besiegen, um den Imperialismus zu besiegen. Das ist der Sieg der Armen, der Arbeiter und der Bauern!"
Nach wie vor bewegt sich auf den Straßen der Hauptstadt La Paz kaum ein Fahrzeug, die Stadt und das Regierungsviertel El Alto sind in der Hand der Aufständischen. Der Rundfunksender erbol, dessen Programm von rund 100 Sendern aus Bolivien und anderen Ländern Lateinamerikas übernommen wird und der auf diesem Weg auch über Internet zu hören ist, berichtet pausenlos von den Schauplätzen der Demonstrationen, Streikposten und Blockaden. Erste Hungerstreikende haben bereits angekündigt, ihre Aktion zu beenden, sobald der Rücktritt von Sánchez de Lozada verlesen sein wird.
Quelle: Econoticias Bolivia, Bolpress, Indymedia Bolivia–Zusammenfassung: RedGlobe
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