CDU-U-Boot unter Studenten:
»Ich bin die Astrid«, so hatte sich die Sprecherin des »Kompromißforums« auf der VV vorgestellt und gegen den Streik gewettert. In diesem Forum mit dem irreführenden Namen haben sich die Gegner des Streiks und der Besetzung von HU-Gebäuden zusammengefunden. Von taz-Journalisten nach ihrem vollen Namen befragt, hatte die VWL-Studentin »Astrid Schneider« angegeben. Eine glatte Lüge: In Wirklichkeit handelt es sich um Astrid Jantz, langjähriges Mitglied im Landesvorstand der CDU sowie im Bundesvorstand der Jungen Union. Bislang ist die CDU-Funktionärin lediglich in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg durch Anfragen wie »Warum haben Diebe und Kriminelle einen Freibrief?« aufgefallen. Jetzt hat sie sich offensichtlich größeren Aufgaben zugewandt: der Zerschlagung einer Studentenbewegung, die Politikern im ganzen Land wochenlang keine Ruhe gelassen hat. Hätte die CDU-Frau ihren knapp 4 000 versammelten Kommilitonen ihre Parteifunktionen offenbart, wären diese sicherlich nicht so leicht auf das Versteckspiel des »Kompromißforums« hereingefallen. Schließlich haben sich der CDU-Studentenverband RCDS erst kürzlich explizit für Studiengebühren und die Junge Union »für die verstärkte Förderung von Spitzenuniversitäten« ausgesprochen. Ob die Berliner Senatsparteien SPD und PDS sich bei Jantz für ihre Streikbrecherdienste schon bedankt haben, ist unbekannt.
Humboldt-Uni Berlin: Astrid Jantz wetterte unter falscher Flagge und falschem Namen gegen Fortsetzung des Streiks
Der Abbruch des Vollstreiks an der Berliner Humboldt-Universität, der auf einer Vollversammlung (VV) am Montag mit knapper Mehrheit beschlossen wurde, wird wohl das vorläufige Ende der bundesweiten Studierendenstreiks eingeläutet haben. Nun wurde bekannt, daß die CDU dabei hinter den Kulissen ihre Finger mit im Spiel hatte.»Ich bin die Astrid«, so hatte sich die Sprecherin des »Kompromißforums« auf der VV vorgestellt und gegen den Streik gewettert. In diesem Forum mit dem irreführenden Namen haben sich die Gegner des Streiks und der Besetzung von HU-Gebäuden zusammengefunden. Von taz-Journalisten nach ihrem vollen Namen befragt, hatte die VWL-Studentin »Astrid Schneider« angegeben. Eine glatte Lüge: In Wirklichkeit handelt es sich um Astrid Jantz, langjähriges Mitglied im Landesvorstand der CDU sowie im Bundesvorstand der Jungen Union. Bislang ist die CDU-Funktionärin lediglich in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg durch Anfragen wie »Warum haben Diebe und Kriminelle einen Freibrief?« aufgefallen. Jetzt hat sie sich offensichtlich größeren Aufgaben zugewandt: der Zerschlagung einer Studentenbewegung, die Politikern im ganzen Land wochenlang keine Ruhe gelassen hat. Hätte die CDU-Frau ihren knapp 4 000 versammelten Kommilitonen ihre Parteifunktionen offenbart, wären diese sicherlich nicht so leicht auf das Versteckspiel des »Kompromißforums« hereingefallen. Schließlich haben sich der CDU-Studentenverband RCDS erst kürzlich explizit für Studiengebühren und die Junge Union »für die verstärkte Förderung von Spitzenuniversitäten« ausgesprochen. Ob die Berliner Senatsparteien SPD und PDS sich bei Jantz für ihre Streikbrecherdienste schon bedankt haben, ist unbekannt.
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