Rafael Correa gewinnt Stichwahl - Ecuador geht nach links!:
Ein Berater von Correa bekräftigte indes die wirtschaftspolitischen Pläne des Linkskandidaten. Correa werde "illegitime" Finanzschulden des Landes im Ausland nicht zurückzahlen und auch kein Freihandelsabkommen mit den USA abschließen, sagte Ricardo Patino am Sonntagabend (Ortszeit). "Wir werden die Auslandsschulden untersuchen ... Es gibt illegitime Schulden, die nicht bezahlt werden." Patino wird als Wirtschaftsminister im Kabinett von Correa gehandelt.
Im Gespräch mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender teleSUR kündigte Correa an, er werde das Volk mobilisieren, sollte das Parlament versuchen, notwendige Reformen zu verhindern. Da Correa eine Verfassunggebende Versammlung nach venezolanischem Vorbild anstrebt, war seine Partei Alianza PAIS bei der Parlamentswahl gar nicht erst angetreten.
Ecuador wählte den achten Staatschef binnen zehn Jahren. Correa hat umfangreiche Reformen und Kampf gegen die Korruption sowie eine verfassungsgebende Versammlung angekündigt. Zudem plant er, die Schulden des Landes, welche die Wirtschaft und das Sozialsystem lähmen, neu zu verhandeln. Der Plantagenbesitzer und Millionär Noboa galt dagegen als Unternehmer- und USA-freundlich, neoliberal und Gegner der Gewerkschaften. Noboa hatte sich in der ersten Runde Mitte Oktober überraschend gegen Correa durchgesetzt, keiner der Kandidaten erreichte aber die nötige Mehrheit, weswegen eine Stichwahl nötig wurde.
Quellen: teleSUR, Der Standard–Zusammenfassung: RedGlobe
Der von der ecuadorianischen Linken unterstützte Wirtschaftsexperte Rafael Correa hat Hochrechnungen zufolge die Stichwahl um das Präsidentenamt in Ecuador am Sonntag klar gewonnen.
Untersuchungen von Instituten zufolge, die von der zentralen Wahlbehörde damit beaufragt worden waren, kommt Correa auf 56,8 Prozent (Ecuavisa/Cedatos), 57 Prozent (Teleamazonas/RTS) bzw. 57,99 Prozent (Voz y voto/Market). Correa erklärte sich zum Wahlsieger, während sein Gegner, der Multimillionär Noboa, den Sieg der Linken nicht anerkennen wollte.Ein Berater von Correa bekräftigte indes die wirtschaftspolitischen Pläne des Linkskandidaten. Correa werde "illegitime" Finanzschulden des Landes im Ausland nicht zurückzahlen und auch kein Freihandelsabkommen mit den USA abschließen, sagte Ricardo Patino am Sonntagabend (Ortszeit). "Wir werden die Auslandsschulden untersuchen ... Es gibt illegitime Schulden, die nicht bezahlt werden." Patino wird als Wirtschaftsminister im Kabinett von Correa gehandelt.
Im Gespräch mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender teleSUR kündigte Correa an, er werde das Volk mobilisieren, sollte das Parlament versuchen, notwendige Reformen zu verhindern. Da Correa eine Verfassunggebende Versammlung nach venezolanischem Vorbild anstrebt, war seine Partei Alianza PAIS bei der Parlamentswahl gar nicht erst angetreten.
Ecuador wählte den achten Staatschef binnen zehn Jahren. Correa hat umfangreiche Reformen und Kampf gegen die Korruption sowie eine verfassungsgebende Versammlung angekündigt. Zudem plant er, die Schulden des Landes, welche die Wirtschaft und das Sozialsystem lähmen, neu zu verhandeln. Der Plantagenbesitzer und Millionär Noboa galt dagegen als Unternehmer- und USA-freundlich, neoliberal und Gegner der Gewerkschaften. Noboa hatte sich in der ersten Runde Mitte Oktober überraschend gegen Correa durchgesetzt, keiner der Kandidaten erreichte aber die nötige Mehrheit, weswegen eine Stichwahl nötig wurde.
Quellen: teleSUR, Der Standard–Zusammenfassung: RedGlobe
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