Genau einen Monat (9.3.) später versucht die NPD nocheinmal einen Hetz-Stand in der niedersächsischen Kleinstadt Barsinghausen zu plazieren. Bei dem letzten Versuch mußten die Nazis Eierwürfe und Spott von aufgebrachten AntifaschistInnen über sich ergehen lassen. Damals hatte sich ein breites Bündniss zusammen gefunden, um gegen die NPD zu demonstrieren.
Genau einen Monat (9.3.) später versucht die NPD nocheinmal einen Hetz-Stand in der niedersächsischen Kleinstadt Barsinghausen zu plazieren. Bei dem letzten Versuch mußten die Nazis Eierwürfe und Spott von aufgebrachten AntifaschistInnen über sich ergehen lassen. Damals hatte sich ein breites Bündniss zusammen gefunden, um gegen die NPD zu demonstrieren.Die Nazis hatten ihren Hetz-Stand "Am Thie" aufgebaut. Dies soll nun auch dieses mal so sein, nun jedoch mit einer angemeldeten Kundgebung. Organisiert wird dieser Stand vom Kreisverband NPD Minden, der enge Kontakte zur sog. Kameradschaft Weserbergland unterhält, die zumeist bei solchen Hetz-Ständen vor Ort ist. Diese sog. Kameradschaft macht durch zahlreiche Gewalttätigkeiten auf sich aufmerksam und beteiligt sich aktiv an bundesweiten Nazi-Aufmärschen.
Für uns ist klar- Wir müssen uns den Nazis entgegen stellen!
Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
Mit "akzeptierender Sozialarbeit" haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
Mit den "Ausländergesetzen" haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht "nützlich" ist, rein gelassen wer "nützlich" ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr "nützlich" ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildem und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
Dabei verhelfen Stereotypen von "Anstand und Sauberkeit, "eisenhartem Durchgreifen", "politischer Hygiene", der Hetze gegen die "faulen arbeitslosen Drückeberger" und der Ruf nach "lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern" etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der "Stolz, ein Deutscher zu sein" wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser.
In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte "Aufstand der Anständigen" mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des "Anti-Extremismus" und "Anti-Totalitarismus" zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.
Auf zum anständigem Aufstand!
Alle zusammen. Auf allen Ebenen.
Antifaschistische Demonstration
Samstag 9.3.02 /10 Uhr- Bahnhofsplatz
Barsinghausen (nähe Hannover)
Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
Feb. 2002
| < Prev | Next > |
|---|












