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Anti-Castor-Demonstrant getötet. Aufruf: Wandelt Wut und Trauer in Widerstand

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Anti-Castor-Demonstrant getötet. Aufruf: Wandelt Wut und Trauer in Widerstand:

Nachdem ein Anti-Atom Demonstrant durch Überrollen des Castors umgebracht wurde fordern wir alle auf, sich zu spontanen Protesten zusammenzufinden. Der Tod eines Aktivisten ist nichts, wonach zur Tagesordnung übergegangen werden kann. Die Presse spricht von Unfall. Egal wie der genaue Ablauf des Todes vonstatten ging: ein Unfall war es nie und nimmer, sondern die menschenverachtende Konsequenz, mit der die AtombetreiberInnen und der Staat seit Jahren diese Technologie durch Europa prügeln.

In den Medien werden bereits jetzt Spaltungsversuche aufgemacht.–"Friedliche Castorgegner" beschworen, die nichts mit unvernünftigen Chaoten zu tun haben, die sich an Gleise ketten. Was nicht passt, wird passend gemacht. Ankettaktionen sind passiver Widerstand, wie z.B. Sitzblockaden. Der Widerstand wird sich aber auch in der Folge der Ereignisse nicht spalten lassen.

Militante Aktionen, gewaltfreier Protest und vielerlei Aktionsformen arbeiten seit Jahren am gemeinsamen Ziel der Stillegung aller Atomkraftwerke. Dieser Widerstand wird auch nach dem einkalkulierten Tod eines Genossen weitergehen. Wir sind traurig und erschüttert. Dennoch fällt uns auch ein, dass schon mehr Leute umgebracht worden sind. Carlo in Genua, Conny in Göttingen, Günther in Frankfurt, die Liste der staatlichen "Unfälle" ist lang. Wir sagen: Genug damit! Schluß mit den "Unfällen"!. Gegen Staatswillkür und Repression, für eine solidarische und kritische Öffentlichkeit. Für radikalen Protest und vielfältige autonome Bewegungen.

Wir fordern alle, im Wendland und in allen Städten, zu spontanen Aktionen gegen staatliche Repression und die Ermordung des Aktivisten auf. Wir gehen davon aus, das der Transport gestoppt wird und nicht mehr ins Wendland geliefert wird. Alles andere wäre ein Zynismus, der die Situation im Wendland eskalieren würde. Trotzdem fordern wir alle auf, bis Dienstag ins Wendland zu kommen, auch wenn der Transport gestoppt wird. Für eine kraftvolle Demonstration unserer Solidarität.

Organisiert Demos und Öffentlichkeit!
Wandelt Wut und Trauer in Widerstand!

einige Autonome

Texte zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Nachdem ein Anti-Atom Demonstrant durch Überrollen des Castors umgebracht wurde fordern wir alle auf, sich zu spontanen Protesten zusammenzufinden. Der Tod eines Aktivisten ist nichts, wonach zur Tagesordnung übergegangen werden kann. Die Presse spricht von Unfall. Egal wie der genaue Ablauf des Todes vonstatten ging: ein Unfall war es nie und nimmer, sondern die menschenverachtende Konsequenz, mit der die AtombetreiberInnen und der Staat seit Jahren diese Technologie durch Europa prügeln.

Martin Groß
2004-11-07 18:56:11

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